19 February - Sixth Form linguists visit Berlin

Berlin_2015

Am Valentinstag traf sich eine übernächtigte Gruppe von elf Schülern der 12. und 13. Klasse beim Schalter der Norwegian Airlines am Flughafen Gatwick. Bei unserem Flugzeug, das zwar pünktlich abflog, aber für die meisten eindeutig zu wenig Beinfreiheit bot, handelte es sich um eine Boeing 737-800. Nicht, dass das jemand schon Monate im Voraus wissen wollte…J In Berlin Schönefeld gelandet, führte unser Weg sofort ins Circus Hostel, einer gemütlichen Jugendherberge mit reichhaltigem Büffetfrühstück, nur zwei U-Bahnstationen vom „Alex“, dem Alexanderplatz mit dem berühmten Fernsehturm, entfernt. Gleich am ersten Abend wurden Frau Cooleys Drohungen wahr und wir machten einen Gewaltmarsch durch GANZ Berlin. Obwohl die wunderschönen Gebäude, Kirchen und Denkmäler die verstärkte „Beinarbeit“ wett machten, fielen wir am Abend todmüde ins Bett. Am nächsten Morgen liefen wir in die Bernauer Straße zu Überresten der Berliner Mauer, die am 13. August 1961 errichtet worden war, um Fluchtversuche in den Osten zu verhindern. Besonders unglaublich war, dass die Mauer so hoch war und dass so viele Leute an ihr gestorben waren, obwohl sie lediglich für ihre Menschenrechte kämpften. Am Nachmittag erhielten wir eine Tour im jüdischen Museum, dessen zickzackige Form dazu führte, dass sich einige von uns ordentlich verirrten. Der absolute Höhepunkt unseres Aufenthaltes war wohl der Besuch im ehemaligen Staatssicherheitsgefängnis Hohenschönhausen, wo wir das Glück hatten, von einer Zeitzeugin geführt zu werden. Die Dame, eine Fernsehmoderatorin aus der DDR, war in den drei Jahren ihrer Inhaftierung hoffnungslos den unmenschlichen Methoden der Stasi, der Sicherheitspolizei der DDR, ausgeliefert. Ihr Verbrechen? Sie hatte sich in der Botschaft nach den Möglichkeiten erkundigt, in den Westen zu reisen – Grund genug, sie als Staatsfeind höchsten Grades einzustufen. Auch im Reichstag hatten wir eine Führung. Wir sahen die Sitzplätze der Politiker und lernten viel über das Wahlsystem. Schließlich stiegen wir die von Sir Norman Foster entworfene Glaskuppel hoch (siehe Foto). Insgesamt gesehen hatten wir viel Glück mit dem Wetter und eine wunderschöne, wenn auch sehr bewegende Zeit in dieser modernen, dynamischen Stadt. Wir sind alle Berliner!


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